Beruflicher Neustart – Imagination

Tagesanfang

Ein Geschäftsmann, Ende Dreißig, plant die Verlegung seiner zentralen Produktionsstätte an einen neuen Standort mit personeller Veränderung und wollte für diesen Neustart sicher gehen, dass keine belastenden Energien des bisherigen Standortes ihn dorthin begleiteten. Sprich: das Alte gut abschließen. In der Imagination erlebte er Folgendes:

Ich sehe eine Tür, der Raum dahinter symbolisiert den alten Standort. Lange blicke ich auf dieses Bild und erkenne, dass ich an diesem Standort viel Wissen ansammeln durfte. Also viel dazu gelernt habe, so auch aus meiner Komfortzone immer wieder herauszugehen. Ich habe davor nun keine Hemmung mehr. Schön war auch für mich, das Vertrauen der Mitarbeiter zu erfahren. Da taucht ein Satz in mir auf: „Ich bin dankbar dafür, meinen Weg gehen zu dürfen.“ Ich weiß, es geht um inneres Wachstum, um inneres Reifen. Die Worte rühren mich sehr und klingen lange in mir nach …

Dann sehe ich mir die Tür näher an. Sie ist etwas seltsam, weil in einem weichen Material nach außen gewölbt, mit roten Punkten darauf. Sie belustigt mich. Der Türgriff ebenso. Er ist golden, verschnörkselt, daher schwierig zu greifen. Ich müsste beide Hände nehmen, um an ihm zu drehen. Nun erst bemerke ich, dass die Tür ganz leicht, etwa 10 cm, geöffnet ist. Ich frage mich: „Was ist da noch offen?“ Auf diese Frage hin zeigen sich drei Frauen. Ich blicke auf sie und erkenne, dass sich die ehemaligen Mitarbeiterinnen von mir nicht genug wertgeschätzt fühlen, um in Ruhe und Frieden Abschied nehmen zu können.

Ich spreche sie an und kann ihnen ehrlich sagen, dass es mir leid tut, ihnen nicht genügend Wertschätzung und Dankbarkeit entgegengebracht zu haben … Meine Worte wirken lange sowohl auf mich als auch auf die Frauen … Es spürt sich wie ein langer, kostbarer Moment an. Schließlich bemerke ich, dass die Frauen erleichtert sind, ja, sie sich richtig zu freuen beginnen und nun aufgeregt gestikulieren. Auch ich bin erleichtert, weil sie mir Glauben schenken. Sie verabschieden sich von mir und gehen ihren Weg zurück in die Dunkelheit, wobei eine Frau die Tür nun ganz zuschließt.

Da fällt mein Blick auf den seltsamen Türknopf und die Worte „der goldene Knopf“ tauchen in mir auf. Jetzt erkenne ich seine Bedeutung. Er symbolisiert Reichtum, Stolz, Freude, Dankbarkeit. Er ist wie mein innerer Schatz, der mir zu verstehen gibt, wie viel ich bisher erreicht habe. Dieser goldene Knopf steht für ein solides Fundament, das mir nicht mehr genommen werden kann. In meinem Herzen wird es nun auch spürbar warm. In mir ist Kraft für die kommenden Aufgaben. Und Vorfreude – ja, ich bin fokussiert nach vorne gerichtet. 

Dieses innere Erleben brachte dem Mann nicht nur die fehlende Würdigung für das eigene Tun und für das bisher Erreichte ins Bewusstsein sondern auch die fehlende Wertschätzung für die Leistung einiger Mitarbeiter. Durch diese innere emotionale Erfahrung bereichert, wurde dieser Mann zudem wesentlich in seiner Selbstwirksamkeit – dem Vertrauen in die eigene Kompetenz – gestärkt.

Wie C. G. Jung sagte: „Wer nach außen schaut, träumt. Wer nach innen schaut, erwacht.“

www.elkeleithnersteiner.info
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